Kunstprojekte in St. Otto

Die Tränen der "Schwarzen Madonna"
Bild von Hubertus Pauli ziert Altar von St. Otto in Lauf

Hubertus Paulis Schwarze Madonna in St. Otto

Auf dem geschmückten Altar in der Kirche St. Otto in Lauf steht im Mai ein ganz besonderes Madonnenbild: "Plötzlich weinte die Madonna schwarze Tränen", sagte Hubertus Pauli, Maler und Galerist aus Reichenschwand.
Er wollte in seinem Atelier an der Urlashöhe in Lauf - im alten Brauhaus - die Idee von einer schwarzen Madonna realisieren, nach den Vorbildern in Tschenstouchau und Altötting. Der Künstler malte gerade die Augenpartie, da verlief ungewollt die Farbei: Betroffen ließ der Maler die schwarzen Tränen stehen.
Der Mai ist traditionell die Zeit der Marienandachten in der katholischen Kirche. "Maria - die Schönste von allen", so heißt nach einem Kirchenlied die gleichzeitig laufende Ausstellung des Künstlers in seiner "Schlossgalerie" in Rückersdorf. Hubertus Paili malt Madonnen in vielen Variationen - auf mittelaterliche Art auf Holztafeln oder modern expressiv auf Leinwand. "Maria als Urbild der liebenden Mutter, als Beschützerin, zieht die Menschen in ihren Bann", so Pauli.

Text: Pegnitz-Zeitung vom 4. Mai 2007


Moderne Kunst in St. Otto

Irmgard Beirle, VERWOBEN Zu einer außergewöhnlichen Vernissage hatte die Pfarrgemeinde St. Otto, das Kreisbildungswerk und die Künstlerseelsorge der Diözese Bamberg in unsere Pfarrkirche eingeladen. Im Rahmen der „Woche für das Leben“ präsentierte die in Schnaittach lebende Künstlerin Irmingard Beirle ein großformatiges Altarbild, eine Installation von sechs gestalteten Aluminiumplatten und mehrere Buchobjekte. Die Arbeiten harmonierten perfekt mit dem neuromanisch gestalteten Innenraum der Kirche. Der Wirkung des monumentalen Altarbildes konnten sich die zahlreichen Besucher der Ausstellungseröffnung kaum entziehen. Die mit einer Fräse von der Künstlerin bearbeitete Oberfläche wurde mit blutroter Farbe bespritzt, die im Hinunterlaufen an der Platte getrocknet ist. Graphitstriche und entzerrte Stricke schaffen Verbindungen. Das Kunstwerk vereint so Andeutungen an den Kreuzestod Christi, der untrennbar verwoben ist mit der Auferstehung als Ent-Bindung vom Tod. Den Höhepunkt der Vernissage bildete eine Musikperformance unter Mitwirkung des Violinisten Patrick Floris und des Elektronikers Wolfgang Fulda. Das zu Steve Reichs zeitgenössischem Musikstück „violinphase“ entstandene Kunstwerk Irmingard Beirles aus sechs Aluminiumlatten konnte auf diese Weise seine ganze Tiefe entfalten.

Oktober 2004


Himmel über St. Otto

Seitenkapelle mit Fotoinstallation eines Sommerhimmels, Foto Sauerbeck

Pegnitz-Zeitung Lauf: ...

Am 29. September konnte mit einem Festgottesdienst der Wiedereinzug in die frisch renovierte Kirche gefeiert werden. Die 100-Jahr-Feier im nächsten Jahr war Anlass für die Generalüberholung. Seit Pfingsten waren im Innenraum der Kirche die Handwerker zu Gange. Vieles wurde renoviert und verbessert. Die Sitzreihen bekamen neue Polster, die Fenster wurden mit Isolierglas versehen, die alte, oft laute und nicht wärmende Heizung wurde überholt, die Wände wurden neu gestrichen. Die Seitenkapelle bekam mobile Gebetsstühle, die verstellbar und somit vielseitig verwendbar sind. Die Wand hinter den Beichtstühlen, an der sich wegen eintretendem Wasser Schimmel gebildet hatte, wurde isoliert und neu gestrichen. Ebenso wurden die Lautsprecheranlage und die Lichtanlage optimiert.

Eine Woche später durfte dann die Foto-Installation "Himmel über Lauf" des Dresdner Künstlers Martin Honert bewundert werden. Der Professor für dreidimensionales Gestalten hat über die Kassettendecke in der Alltagskapelle ein großformatiges Himmelsfoto auf Plexiglas gelegt. Jede der 47 Kassetten wird - für den Betrachter unsichtbar - von hinten angestrahlt, so dass der Eindruck entsteht, tatsächlich unter einem leuchtend blauen Sommerhimmel mit weißen Wölkchen zu sitzen. Das Motiv hat trotz der modernen Ausführung in der Kirche eine lange Tradition. Schon im Barock wurden Himmel an Kirchendecken gemalt, um so Gott näher zu sein. Dekan Josef Pingold sprach zu Beginn des Gottesdienstes davon, dass das Kunstwerk "die Decke aufbrechen und den Himmel hereinbrechen lasse".

September 2002


Hans-Bößner-Hilfswerk Lauf
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