Hilfe für die Erdbebenopfer in der peruanischen Stadt Pisco

Am 15. August 2007, um 18.41 Uhr, erschütterte ein starkes Erdbeben die Südküste Perus. Das Beben mit einer Stärke von 7,9 auf der Richter-Skala hatte sein Epizentrum in der Nähe der Küstenstadt Pisco und dauerte fast drei Minuten! Durch dieses verheerende Erdbeben sind über 500 Menschen ums Leben gekommen, ca. 2000 Menschen wurden erheblich verletzt. 40000 Häuser sind meist unbewohnbar.

Was Zeugen dieser Katastrophe berichten ist schauderhaft: „Häuserwände, wackelten wie Papier im Wind, dann überall Tote in den Straßen, Leute die Angehörige suchten, Kinder ohne Eltern, Verwesungsgeruch, Plünderungen...
Am Morgen nach dem Beben sind viele aus Angst vor einem Tsunami in den höher gelegenen Teil von Pisco gerannt. Kinder, die ohne Eltern waren, sind einfach mit der Masse mit gerannt oder wurden von anderen mitgenommen.“

Die beliebte „Touristen – Stadt“ Pisco (ca. 130.000 Einwohner) war fast vollständig zerstört. Menschen, die ihr ganzes Leben in Pisco gewohnt hatten, fanden sich in der Stadt nicht mehr zurecht, weil die jeweiligen Orientierungspunkte fehlten.

Auch eine Bäckerei im Zentrum Piscos mit angegliedertem Speisesaal, in dem bedürftige Einwohner Piscos kostenlos einmal am Tag essen konnten, wurde vollständig zerstört. Mit finanzieller Unterstützung des Hans-Bößner-Hilswerks konnten die Bäckerei und der Speisesaal wieder aufgebaut werden. Ein Teil der Geldsumme für dieses humanitäre Projekt konnte aus dem Erlös der Fastenaktion 2008 aufgebracht werden. Da sich die Situation in Pisco wohl auf absehbare Zeit nicht normalisieren wird, werden viele Menschen auch weiterhin auf Hilfe angewiesen sein.

Erdbeben in Pisco (Peru) Erdbeben in Pisco (Peru) Erdbeben in Pisco (Peru) Erdbeben in Pisco (Peru)
Hans-Bößner-Hilfswerk Lauf
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